Ästhetische Praxis ist eine wirkungsvolle und flexible Methode im Werkzeugkasten der Sozialen Arbeit, Kulturelle Bildung und Soziale Kulturarbeit zwei wichtige Handlungsfelder. Denn im Besten Fall wird hier kulturelle und politische Teilhabe ermöglicht, kreative Ausdrucksformen gefördert und soziale Prozesse gestaltet. Nach einer kurzen einführenden Phase, in dem wir theoretische Grundlagen aus vorherigen Semestern wiederholen, wird in diesem Seminar darum gehen, eigenständig Projekte ästhetischer Praxis zu konzipieren, zu präsentieren und kritisch zu reflektieren. Studierende entwickeln eigene Konzepte für ästhetische Projekte oder stellen bestehende Initiativen vor, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten – von Jugendkulturarbeit und Kunstvermittlung über partizipative Kunstprojekte in geriatrischen oder klinischen Kontexten bis hin zu interdisziplinären Formen ästhetischer Intervention. Das Seminar beinhaltet mehrere Blockveranstaltungen, in denen wir Formen ästhetischer Praxis praktisch ausprobieren und die Konzeptideen der jeweiligen Projektgruppen begleiten und kritisch reflektieren.

Das Seminar ist diskursiv und praxisnah gestaltet: In Präsentationen, Diskussionen und Feedbackrunden werden Projektideen weiterentwickelt und deren Umsetzung kritisch reflektiert. Ziel ist es, Studierenden das Handwerkszeug zu vermitteln, um ästhetische Praxis in verschiedenen sozialarbeiterischen Kontexten gezielt anzuwenden.
In dieser Projektwerkstatt beschäftigen wir uns mit ästhetischer Praxis und Inklusion. Im Mittelpunkt steht die künstlerische Porträtarbeit (Fotografie und Sound) mit psychisch und/oder physisch beeinträchtigten Menschen. In Kooperation mit der Behindertenbeauftragten des Landkreises Landshut begleiten Sie einzelne Personen über einen begrenzten Zeitraum und entwickeln aus dieser Begegnung ein visuelles und klangliches Porträt.

Ausgangspunkt des Seminars ist die Frage, wie künstlerische Arbeit zur Sichtbarmachung vielfältiger Lebensrealitäten beitragen kann – jenseits von Defizitperspektiven, Zuschreibungen und stereotypen Darstellungen. Nach einer Einführung in grundlegende Aspekte der Porträtfotografie sowie der auditiven Gestaltung (Aufnahme, Schnitt, Montage) entstehen Arbeiten, die aus zwei Teilen bestehen: einem fotografischen Porträt und einer kurzen auditiven Collage von etwa einer Minute Dauer. Referenz für die visuelle Herangehensweise ist die Serie Teenagers in their Bedrooms von Adrienne Salinger, die intime, respektvolle und selbstbestimmte Einblicke in persönliche Lebenswelten ermöglicht.

Ein zentraler Bestandteil des Seminars ist die Auseinandersetzung mit Fragen von Haltung, Verantwortung und Teilhabe: Wie kann Porträtarbeit inklusiv gestaltet werden? Wie lassen sich Begegnungen auf Augenhöhe ermöglichen? Und wie können die porträtierten Personen als aktive Mitgestaltende in den künstlerischen Prozess eingebunden werden?

Die Projekte werden in Kleingruppen entwickelt, umgesetzt und im Seminar reflektiert. Krönender Abschluss bildet eine Kollektivausstellung im Café International.

Lesen ist nicht nur eine Kulturtechnik, sondern auch eine soziale Praxis – es kann Räume des Austauschs schaffen, Perspektiven erweitern und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. In dieser Projektwerkstatt erkunden wir diese Möglichkeiten und setzen sie unmittelbar in einem besonderen Praxisfeld um. Das Seminar ist Teil des Referenzprojekts „KontextLesen“ (https://kontextleseprojekt.com), das die Wirkung von Lesepraktiken bei straffälligen Jugendlichen erforscht. Nach einer Einführung (Projekt und Grundlagen der Lesepädagogik) und einer vorbereitenden Auseinandersetzung mit der Zielgruppe wählen die Studierenden einen geeigneten Text aus, gestalten eine Lesesituation und führen diese in der Jugendarrestanstalt durch. Simulations- und Reflexionsrunden ermöglichen es, die Erfahrungen gemeinsam auszuwerten und kritisch zu hinterfragen.  Das Seminar bietet eine einmalige Gelegenheit, Lesen als ästhetisch-soziale Intervention zu erleben und mitzugestalten. Es richtet sich an Studierende, die bereit sind, sich auf eine intensive, interaktive und gesellschaftlich relevante Praxis einzulassen.


Dieses Seminar bietet einen gemeinsamen, ästhetischen und praktischen Raum, um Musik als Medium der sozialen Gruppenarbeit unmittelbar selbst zu erfahren. Anstatt theoretische Konzepte zu diskutieren, steht das eigene Erleben im Mittelpunkt: Wie beeinflusst gemeinsames Musizieren Gruppenprozesse? Wie verändert sich die Dynamik einer Gruppe durch Rhythmus, Klang und Stimme? Welche Rolle spielen musikalische Ausdrucksformen in sozialen Interaktionen? Durch angeleitete Improvisationen, Klangexperimente und Übungen zur musikalischen Gruppenarbeit erfahren die Teilnehmenden, wie Musik Reflexion und Kommunikation ermöglicht, Verbindungen schafft und soziale Prozesse anstößt. Unterschiedliche Methoden aus der musikgestützten Gruppenarbeit werden praktisch erprobt und reflektiert – von einfachen rhythmischen Übungen bis hin zu kreativen Klangcollagen. Dabei geht es nicht um musikalische Vorkenntnisse, sondern um das Erforschen von Gruppenprozessen durch Klang und Musik. Das Seminar richtet sich an Studierende, die durch eigene Erfahrung ein tieferes Verständnis für die Wirkweisen musikalischer Gruppenarbeit entwickeln möchten. Reflexion und Austausch über die Erlebnisse sind fester Bestandteil der gemeinsamen Praxis.
Dieses Seminar bietet einen gemeinsamen, ästhetischen und praktischen Raum, um Musik als Medium der sozialen Gruppenarbeit unmittelbar selbst zu erfahren. Anstatt theoretische Konzepte zu diskutieren, steht das eigene Erleben im Mittelpunkt: Wie beeinflusst gemeinsames Musizieren Gruppenprozesse? Wie verändert sich die Dynamik einer Gruppe durch Rhythmus, Klang und Stimme? Welche Rolle spielen musikalische Ausdrucksformen in sozialen Interaktionen? Durch angeleitete Improvisationen, Klangexperimente und Übungen zur musikalischen Gruppenarbeit erfahren die Teilnehmenden, wie Musik Reflexion und Kommunikation ermöglicht, Verbindungen schafft und soziale Prozesse anstößt. Unterschiedliche Methoden aus der musikgestützten Gruppenarbeit werden praktisch erprobt und reflektiert – von einfachen rhythmischen Übungen bis hin zu kreativen Klangcollagen. Dabei geht es nicht um musikalische Vorkenntnisse, sondern um das Erforschen von Gruppenprozessen durch Klang und Musik. Das Seminar richtet sich an Studierende, die durch eigene Erfahrung ein tieferes Verständnis für die Wirkweisen musikalischer Gruppenarbeit entwickeln möchten. Reflexion und Austausch über die Erlebnisse sind fester Bestandteil der gemeinsamen Praxis.