Dear all,

das Modul MUK 330.1 - Interkulturelle Kommunikation: Soziales vermittelt ein Verständnis von IDiversitätskompetenz als übergeordneter professioneller Haltung in der Sozialen Arbeit – eine Kompetenz, die, je nach Fall über die interkulturelle Kommunikation hinausgeht und den reflektierten Umgang mit der gesamten Vielfalt menschlicher Lebensrealitäten einschließt. Ausgehend von theoretischen Grundlagen – vom fragwürdigen kulturalistischen Ansatz bis hin zu einem prozess- und haltungsorientierten Verständnis – beschäftigen wir uns, wie Diversität nicht nur wahrgenommen, sondern aktiv und strukturell in der Sozialen Arbeit verankert werden kann und soll. Konzepte wie das Stereotype Content Modell, Bias sowie Intersektionalität bilden dabei das analytische Fundament.

Weitere inhaltliche Schwerpunkte umfassen Antidiskriminierungsarbeit, Critical Whiteness, Power Sharing, Empowerment, die Kontakthypothese sowie Schlüsselbegriffe der postkolonialen Theorie. Ebenso wird die Sprache als Machtinstrument in der interkulturellen und diversitätssensiblen Kommunikation thematisiert. Ein weiteres Anliegen des Moduls ist darüber hinaus die interkulturelle Öffnung sozialer Dienste – als organisationale und gesellschaftspolitische Aufgabe, der sich eine diversitätsbewusste Soziale Arbeit aktiv stellen muss.

Als Prüfungsform ermöglichen Referate, sowohl theoretisch als auch praktisch vertieft mit den Modulinhalten auseinanderzusetzen. Theoretisch orientierte Referate bieten dabei ebenso Raum wie praxisorientierte Zugänge, bei denen Studierende die Möglichkeit erhalten, in das Feld zu gehen und von erfahrenen Fachkräften unmittelbar zu erfahren, welche Bedeutung interkultureller und diversitätssensibler Kommunikation sowie interkultureller wie diversitätskompetenter Professionalität im Berufsalltag zukommt – eine Erfahrung, die theoretisches Wissen mit gelebter Berufspraxis verbindet.

Viele Grüße und viel Erfolg,
Marcelo Costa e Silva